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    Medien- und Wirtschaftskommunikation

    Unsere Projekte

    Um Ihnen einen Einblick in die aktuelle Forschung des Arbeitsbereichs Medien- und Wirtschaftskommunikation zu geben, stellen wir im Folgenden einige ausgewählte Forschungsprojekte vor, die wir in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt haben:

    Putins Spiele reloaded? (2017)

    Noch ein Jahr bis zur Fußballweltmeisterschaft, noch ein Jahr bis wieder ganz Deutschland für den Fußball brennt. Dann werden die Augen auf Russland gerichtet sein und die Zuschauer im Rahmen der WM-Berichterstattung möglichweise ganz neue Seiten von Russland kennenlernen. Dies ist Anlass für eine Vorstudie, um bereits jetzt zu untersuchen, mit welchen Themen Russland während des Confed-Cups von verschiedenen Nachrichtenmedien in Verbindung gebracht wird. Werden den Zuschauern erste Einblicke in die russische Kultur gegeben oder überwiegen doch weiterhin politische, eher konfliktbehaftete Themen? Und inwiefern vermischen sich politische und sportliche Themenkomplexe? Die Ergebnisse aus dieser Studie sollen die Grundlage für eine umfangreiche Analyse im WM-Jahr bilden. 

    Wirkung von Musical Fit in TV-Werbespots (2016)

    Musical Fit – die wahrgenommene Passung von Musik und Werbespot – wurde bisher in der Forschung nicht einheitlich definiert und in Analysen und vor allem Experimenten dementsprechend sehr unterschiedlich umgesetzt. Das deshalb im Vorjahresprojekt (Musikeinsatz in der deutschen Fernsehwerbung) entwickelte und inhaltsanalytisch in der Praxis erprobte Instrument zur Bestimmung von Musical Fit in TV-Werbespots muss 2016 nun seine Bewährungsprobe im Experiment bestehen: Nehmen Rezipienten die unterschiedlichen Grade musikalischer Passung der mit Hilfe des Instruments erstellten Werbespots wahr? Führt ein besonders hoher Musical Fit erwartungsgemäß zu einer besseren Bewertung von Produkt und Werbespot, einer stärkeren Markenerinnerung und gesteigerter Intention, das Produkt zu kaufen? In einem breit angelegten Pretest (14 unterschiedlich vertonte Versionen eines Werbespots für sechs Musical-Fit-Typen in vier Musical-Fit-Graden) im Sommersemester und einem Laborexperiment (sechs finale Stimulusversionen) im Wintersemester werden diese Fragen näher untersucht.

    Musikeinsatz in der deutschen Fernsehwerbung (2015)

    Der Arbeitsbereich Medien- und Wirtschaftskommunikation nimmt die Werbespots der großen deutschen Fernsehsender RTL und Sat.1 genauer unter die Lupe. Inhaltsanalytisch wird betrachtet, ob, wie und welche Musik in der deutschen Fernsehwerbung verwendet wird. Zusätzlich werden die Eigenschaften der Spots kodiert, beispielsweise die Form (Testimonial-Einsatz, narrative Inszenierung oder doch ein Lockangebot?) und die Demographie der Akteure. Um einen geeigneten Einblick zu bekommen, werden die Werbespots zur Prime Time (20.00 bis 23.00 Uhr) kodiert. Insgesamt werden etwa 1.500 Werbespots analysiert

    Die Olympischen Winterspiele 2014: Nationalstolz und Nationenbewertung (2013/14)

    Siegerehrung Skicross, Vancouver 2010. Foto: kinnigurl, CC BY-SA

    Gemeinsam mit einem Forscherteam der University of Alabama (USA) führen wir eine Befragungsstudie zu den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi (Russland) durch. Die Daten werden zeitgleich in den USA und Deutschland erhoben und sollen Erkenntnisse liefern, inwiefern sich Deutsche und Amerikaner im Hinblick auf den Nationalstolz durch die unterschiedliche Übertragung der olympischen Winterspiele in den Ländern unterscheiden. Uns interessiert außerdem, wie die Berichterstattung sowie Siege und Niederlagen der eigenen Sportler die Wahrnehmung konkurrierender Nationen (Russland, Österreich, Norwegen, Frankreich) beeinflusst. In insgesamt vier Erhebungswellen vor, während und nach den Olympischen Spielen soll festgehalten werden, wie die Sportberichterstattung den Stolz auf die eigene Nation sowie die Wahrnehmung anderer Nationen verändert.

    Foto: Daniel Petzold Photography, CC BY-SA

    Musikforschung bei Radiosendern: Wie die Hörer den Sender wahrnehmen (2013/14)

    In Kooperation mit einem großen Radiosender erforscht der Arbeitsbereich Medien- und Wirtschaftskommunikation, wie Radiohörer einen Sender wahrnehmen. Als Folgeprojekt zu der Studie aus den Jahren 2012/13 soll nun ein neuer Fokus auf die Programmgestaltung gelegt werden. Jenseits von gewöhnlicher Radio-Testungen, will das Forschungsteam herausfinden wie das gesamte Radioprogramm von den Hörern wahrgenommen wird. Ein besonderer Blick wird dabei auf die Wortbeiträge des Senders wie Moderation, Service und Nachrichten gelegt. Das Projekt läuft bis zum Sommer 2014.

    Wahrnehmung, Nutzung und Wirkung von Musikcastingshows (2013/14)

    Foto: TOM81115, CC BY-SA

    Seit den 1990er Jahren zählen Musikcastingshows zu den erfolgreichsten deutschen Fernsehformaten. Zu den bekanntesten in Deutschland zählen Popstars, Deutschland sucht den Superstar und The Voice of Germany. Die Formate unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Konzeption und Vermarktung. Der Arbeitsbereich Medien- und Wirtschaftskommunikation hat es sich zur Aufgabe gemacht die Warhnehmung, Wirkung und Nutzung der unterschiedlichen Castingshows zu erforschen. Dabei wurde Ende des Jahres 2013 zur laufenden dritten Staffel von The Voice eine umfassende Studie durchgeführt.

    Musikforschung bei Radiosendern: Wie die Hörer das Programm erleben (2012/13)

    Der Arbeitsbereich Medien- und Wirtschaftskommunikation arbeitet gemeinsam mit einem großen Radiosender daran, mehr über die Präferenzen der Radiohörer zu erfahren. Das Projekt geht dabei über konventionelle Radio-Testungen mit Hörerinnen und Hörern hinaus: Die Forscher sind vor allem daran interessiert, wie die Rezipienten ganze Musikprogramme erleben. Daraus soll unter anderem abgeleitet werden, wie ein Programm in Bezug auf Komplexität, Bekanntheit und weiterer Parameter optimal gestaltet werden kann. Das Drittmittelprojekt wurde im Sommer 2013 abgeschlossen.

    Akzeptanz und Wirkung von Product Placement im Fernsehen (2012/13)

    Foto: espensorvik CC BY-SA

    Werbeunterbrechungen während Spielfilmen oder Serien werden von den meisten Rezipienten als störend empfunden. Dagegen wird die Platzierung von Produkten und Marken in Filmen stärker akzeptiert, weil sie unauffälliger ist und das Rezeptionsvergnügen nicht beeinträchtigt. Product Placements sind deshalb für die Werbebranche eine interessante Option, um für Produkte und Marken zu werben.Bei der Untersuchung der Wirkung von Product Placements interessieren wir uns für das Konzept der Parasozialen Interaktion (PSI). Dabei steht im Zentrum, inwiefern die kognitive, affektive und konative Auseinandersetzung von Rezipienten mit Mediencharakteren, die Product Placements verwenden, die Markenbewertung beeinflussen. Beispielsweise fragen wir uns, wie sich die Markenbewertung verändert, wenn Rezipienten mit Mediencharakteren mitfühlen oder sich intensiv Gedanken über deren Handlungen machen.

    Nutzung, Wahrnehmung und Wirkung der Männerfußball-EM (2012)

    Foto: Lord_Khan CC BY-NC-SA

    Auch in diesem Jahr ist unser Arbeitsbereich wieder zeitgleich zur Fußball-Europameisterschaft am Ball: Mit unserer Umfrage zur EM gehen wir wieder verschiedensten Fragen zum medialen Erleben der Fußball-EM nach. Neben den Nutzungsmotiven sind für uns diesmal auch Fragen zur Wahrnehmung anderer Fußballteams und der Gastgeberländer von Interesse. Ändert sich das Bild, das wir von den Polen und Ukrainern haben, im Laufe des Turniers? Wird die Spielweise der Europameister, den Spaniern, tatsächlich auch besser bewertet als die der Deutschen? Und wie hängt die Erwartungshaltung an das Abschneiden der Lieblingsmannschaft mit der persönlichen Stimmung nach einem Spiel zusammen? Diese und viele andere Fragen wollen wir beantworten. Kooperationspartner ist erneut der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der auf seiner Homepage und auf Facebook auf unsere Studie verlinkt.

    Nutzung, Wirkung und Vermarktungspotenzial der Frauenfußball-WM (2011)

    Pünktlich zum Beginn der Frauenfußball-WM startet der Arbeitsbereich Medien- und Wirtschaftskommunikation erneut eine große Online-Umfrage zur Fernsehnutzung der WM-Spiele. Die Studie schließt an bereits durchgeführte Studien zu den Männerfußball-WMs 2006/2010 an, will die aktuelle Nutzung der WM-Spiele erfassen und versuchen, das künftige  Zuschauer- und Vermarktungspotential des Frauenfußballs abzuschätzen. Kooperationspartner sind der Deutsche Fußball-Bund (DFB), das ZDF und die Mainpost, die über ihre Homepages auf die Umfrage aufmerksam machen.

    Musikforschung und -auswahl bei deutschen Radiosendern und deren Stellenwert für die strategische Senderausrichtung (2011)

    Musik macht den Großteil von Radioprogrammen aus. Sie ist für viele Hörer zentrales Motiv, das Radio überhaupt einzuschalten und einen bestimmten Sender auszuwählen. Radiosender versuchen daher, sich über das Spielen ausgewählter Musikrichtungen auf dem Radiomarkt zu profilieren und Hörergruppen an sich zu binden. Bereits vor zehn Jahren konnte eine Vorgängerstudie zeigen, dass sich Sender bei der optimalen Musikabstimmung auf ihre Zielgruppe immer weniger auf das Bauchgefühl der Musikredakteure und immer mehr auf Zahlen aus der Musikforschung verlassen. Die aktuelle Studie will überprüfen, ob sich dieser Trend in den letzten zehn Jahren verstärkt oder abgeschwächt hat. Ziel ist es, ein möglichst genaues aktuelles Bild der Musikforschung bzw. -auswahl von Radiosender zu gewinnen und festzustellen, welchen Beitrag sie zur marktstrategischen Ausrichtung der Sender leistet. Die Studie ist – wie vor zehn Jahren – als Vollerhebung konzipiert. Es werden daher alle Radiostationen in Deutschland kontaktiert. Die Datenerhebung erfolgt per Onlinebefragung.

    Kontakt

    Professur für Medien- und Wirtschaftskommunikation am Institut für Mensch-Computer-Medien
    Oswald-Külpe-Weg 82
    Campus Hubland Nord
    97074 Würzburg

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    Hubland Nord, Geb. 82